Stockrosen im Garten – Sorten, Ansprüche und Anbau

Malwa (Alcea L.) ist eine beeindruckende Pflanze aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Je nach Region ist sie auch unter Namen wie Stockrose, Garten-Stockrose, Rosenmalve oder Schwarze Stockrose bekannt. Stockrosen sind meist kurzlebige Stauden, die häufig als zweijährige Pflanzen kultiviert werden, es gibt jedoch auch einjährige Sorten.

Die Pflanzen erreichen in der Regel eine Höhe von 2 bis 3 Metern, einige Arten können sogar bis zu 5 Meter hoch werden und sind damit ein echter Blickfang im Garten. 🌿

🌺 Wie sehen Stockrosen (Malven) aus?

Stockrosen zeichnen sich durch unverzweigte, dicke, steife und behaarte Stängel aus, an denen große, handförmig gelappte Blätter sowie auffällige, dekorative Blüten sitzen. Die Blütenblätter können verschiedene Farben haben:

✅ Weiß
✅ Bordeauxrot
✅ Rot
✅ Violett
✅ Cremefarben
✅ Lachsfarben
✅ Orange
✅ Rosa
✅ Gelb

Einige Sorten sind zweifarbig, und zu den außergewöhnlichsten zählt die schwarze Stockrose ‚Nigra‘, deren Blüten nahezu schwarz wirken. Die Blütezeit der Stockrosen reicht von Juni bis Oktober. Die Frucht ist eine Spaltfrucht mit zahlreichen Samen, die ihre Keimfähigkeit bis zu 4 Jahre behalten können.

💡 Wissenswert: Stockrosen stammen aus dem Mittelmeerraum, wobei einige Quellen China als ihre ursprüngliche Heimat angeben.

💚 Stockrosen in Medizin und Küche

Stockrosen sind nicht nur eine attraktive Gartenpflanze, sondern finden auch medizinische und kulinarische Verwendung. Bereits Hippokrates schätzte ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften. Im antiken Griechenland und Rom nutzte man Wurzeln, Blätter und Blüten der Stockrose als Bestandteile von Heilmitteln und Speisen. Bis heute wird in Syrien ein Gericht aus geschmorter Eibischwurzel mit Zwiebeln zubereitet. Die Wurzel der Stockrose kann zudem zur Aromatisierung von Halva sowie zum Färben von Weinen und Likören verwendet werden.

🌸 Die beliebtesten Stockrosen-Sorten (Malven)

Unter den zahlreichen Stockrosen-Sorten ist die Rosen-Stockrose (Alcea rosea), auch als Garten-Stockrose bekannt, am weitesten verbreitet. Man unterscheidet mehrere Hauptgruppen:

  • Gefüllte Stockrosen – werden bis zu 3 m hoch, mit vollen, pomponartigen Blüten.

  • Schottische Stockrosen – erreichen etwa 2 m Höhe, mit halbkugeligen Blüten, deren Blütenblätter gleich lang sind.

  • Stockrosen der Chater-Gruppe (Chaters)sehr dekorative, gefüllte Sorten mit schlanken, kompakten Blütenständen.

  • Fimbriata flore pleno (Alleghanies)halbgefüllte Blüten mit gefransten Blütenblättern.

Zusätzlich sind in Gärten auch folgende Arten zu finden:

  • Feigenblättrige Stockrose (Alcea ficifolia L.)

  • Runzel-Stockrose (Alcea rugosa) – mit hellgelben Blüten

  • Blasse Stockrose (Alcea pallida)

Zu den besonders attraktiven Sorten zählen:
🌿 ‚Creme de Cassis‘ – zweifarbige Blüten
🌿 ‚Budapest‘ – purpurrote Blüten
🌿 ‚Maroon‘ – Blüten in schokoladenbrauner Farbe 🍫

Die Stockrose (Malve) wirkt entzündungshemmend, schleimlösend und schützend. Ein Aufguss aus Malve wird bei Infektionen der oberen Atemwege, Menstruationsbeschwerden sowie in den Wechseljahren angewendet. Zudem findet sie in der Naturkosmetik Verwendung, insbesondere zur Pflege und Beruhigung der Haut.

🌱 Vermehrung der Stockrose und Aussaat

Stockrosen lassen sich auf mehrere Arten vermehren:

Durch Aussaat – im Mai–Juni ins Saatbeet oder in Töpfe. Die Samen werden ca. 2 cm tief ausgesät.
Durch Teilung des Wurzelstocks – am besten im Frühjahr.
Durch Selbstaussaat – Stockrosen säen sich häufig selbst aus und bilden fertige Jungpflanzen.

Einjährige Stockrosen werden im März–April ausgesät, damit sie noch im selben Jahr blühen.


🌞 Anbau und Pflege der Stockrose

Stockrosen sind relativ pflegeleicht, haben jedoch bestimmte Ansprüche:

  • Boden: nährstoffreich, humos, durchlässig, pH 6–7

  • Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt

  • Bewässerung: junge Pflanzen regelmäßig gießen, ältere nur bei Trockenheit

  • Düngung: auf schwächeren Böden 1–2 Düngergaben pro Saison

  • Rückschnitt: das Entfernen verblühter Blüten fördert eine längere Blüte


🚨 Krankheiten und Schädlinge der Stockrose

Die größte Gefahr stellt der Malvenrost dar – eine Pilzkrankheit mit weißen oder rostbraunen Flecken auf den Blättern. Zur Vorbeugung:

✅ Staunässe vermeiden und Blätter nicht benetzen
✅ Spritzungen mit Knoblauchextrakt oder geeigneten Fungiziden

Häufige Schädlinge:

Schnecken – fressen junge Pflanzen
Malvenflohkäfer – verursachen kleine Löcher in den Blättern


🏡 Verwendung der Stockrose im Garten

Stockrosen sind ein Klassiker in Bauerngärten, romantischen und rustikalen Gärten. Besonders dekorativ wirken sie an Hauswänden, Zäunen oder in reinen Pflanzgruppen. Sie harmonieren hervorragend mit Kosmeen, Patagonischem Eisenkraut, Rittersporn, Sonnenhut und Kletterrosen.


🌱 Gesundheitliche Eigenschaften der Stockrose

Die Stockrose wirkt entzündungshemmend, schleimlösend und schützend. Ein Aufguss wird bei Infektionen der oberen Atemwege, Menstruationsbeschwerden sowie in den Wechseljahren angewendet. Außerdem wird sie in der Naturkosmetik zur Hautpflege eingesetzt.

Tipp: Tee aus schwarzer Stockrose wirkt wohltuend auf Hals und Verdauung.

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